Theatergruppe - München
im Kath. Kirchenzentrum St. Maximilian Kolbe
Maximilian-Kolbe-Allee 18 · 81739 München · Telefon 089 6302480 · Fax 089 63024822

Aufführungen im Jahr 1998 / 1999

- Die Moral -
von Ludwig Thoma
(neu bearbeitet von Peter Ernst)

Handlung:

Der konservative Reichstagsabgeordnete Fritz Beermann ist um die Jahrhundertwende Vorsitzender des Sittlichkeitsvereins in einem süddeutschen Residenzstädtchen. Er fordert ein strengeres Durchgreifen der Staatsorgane, damit das Volk wieder an Moral glauben kann.
Als aber die Polizei bei der Verhaftung der anrüchigen Lebedame Ninon de Hauteville ein Tagebuch findet, indem alle Mitglieder des Sittlichkeitsvereins verzeichnet sind, - darunter auch er selbst - versucht Beermann dem Assessor Ströbel klarzumachen, dass es auf gar keinen Fall zu einem Prozeß kommen dürfe. Madame de Hauteville droht aber, wenn die Polizei sie nicht sofort auf freien Fuß setzen werde, dann müßte sei die Öffentlichkeit darüber informieren, daß nicht nur der gesamte Sittlichkeitsverein bei ihr Dauergast gewesen sei, sondern auch der Erbprinz mit seinem Adjutanten.
Ludwig Thomas' dramatische Karikatur, der Heuchelei einer doppelten Moral von Spießbürgern, gilt als der Gipfel seiner satirischen Darstellngskunst.
Nachstehender Teilausschnitt des Gedichtes an die Sittlichkeitsfanatiker in Köln, war der Anlaß zur Komödie "Moral".
Ludwig Thoma mußte wegen des anrüchigen Gedichtes, 6 Wochen in das Gefängns Stadelheim, wo er den 1. Akt niederschrieb.

An die Sittlichkeitsprediger in Köln am rheine
Warum schimpfen Sie, Herr Lizentiate,
über die Unmoral in der Kemenate?
Warum erheben Sie ein solches Geheule,
Sie gnadentriefende Schöpsenkeule?

Mit Ezechiels und mit Jeremias Jünger
beschmeißen Sie uns mit Bibeldünger?
Und reden von einem schmutzigen Laster,
Se jammerseliges Sündenpflaster.

Sie haben den Schmutz wohl häufig gefunden
in Ihren sündigen Fleischesstunden.
Bei ihrem christlichen Eheweibchen?
In Ihrem flanellenem Unterlebchen?

(Peter Schlehmil, alias Ludwig Thoma)

Aufführungen:

14., 16., 17. Mai 1998 und 06. Februar 1999

Regie:

Peter Ernst

Programm:

Zum Download als

Es spielen für Sie:

Fritz Beermann
Lina Beermann
Effie Beermann
Frh. v. Schmettau
Adolf Bolland
Klara Bolland
Otto Wasner
Dr. Hauser
Frau Lund
Mdm. Hauteville
Frh. v. Simbach
Oskar Ströbel
Josef Reisacher
Betty Sandner
Max Berger

Kammerpräsident
seine Frau
die Tochter
Adjutant
Kommerzienrat
seine Frau
Professor
Justizrat
eine Emanzipierte
eine Lebedame
Polizeidirektor
Polizeiassessor
Polizeischreiber
Hausdame
Polizist

Dr. Joachim Stellmach
Irene Baumgartner
Monika Strauch (jetzt Borody)
Attila Borody
Konrad Ringlstetter
Isolde Bölk
Christoph Beitz
Helmut Nmmerfall
Edeltraud Lankes
Inge Dettendorfer
Riccardo Savio
Erwin Pilz
Peter Ernst
Daniela Bölk
Severin Komander

Souffleuse:

Kassandra Schemm

Bühnengestaltung:

Konrad Ringlstetter

Ton und Beleuchtung:

Sebastian Hafenbrädl
Michael Tutsch

Zur Homepage von “Christus Erlöser” und dem Kirchenzentrum St. Maximilian Kolbe

DieMoral

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